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Dritter Eintrag. Eine Runde Fifa Street, bitteschön.

Untertitel: Extra niveaulos für AIDA.

Der zweite Tag in Oldenburg neigt sich dem Ende entgegen und es gibt einiges festzuhalten, was (sagen wir) interessante Erfahrungen sind, wenn man von zuhause ausgezogen ist:
1. Besonders, wenn Deine Mitbewohner außer Haus sind und auch an diesem Tag nicht wieder kommen, ist es ein unfassbar merkwürdiges Gefühl, dass kein Mensch auf dich wartet.
2. Hunger –> Nix da –> Zu faul zum Einkaufen –> Hunger –> “Ach, egal” –> Abnehmen.
3. Weder wäscht sich die Wäsche, noch räumt sich die Spülmaschine von alleine aus.

Das aber sind Dinge, die einfach jeder kennt, der irgendwann mal von zuhause ausgezogen ist. Mein Zimmer ist mittlerweile fertig und der erste Milchreisbecher steht auch schon leer auf dem Schreibtisch. Mein Plüschschiggy hat es sich auch schon auf Expedit bequemgemacht. (Yeah, Doppel-Sch!)

Was aber macht man, wenn man nicht vergammeln will? – Unisport! Heute war Fussball in der krypisch so genannten “Freilufthalle” dran und, hallo!, es war grandios:
Wir waren zu fünft und hatten zwei kleine Tore und einen Ball. Das Ganze auf lackiertem Betonboden. Unfassbar anstrengend, mega schnell, aber extrem großartig. Fifa Street lässt grüßen, auch und vor allem von der Lokalität her.

Ein Hauch von Fifa Street am Campus der Uni Oldenburg.

Okay, Lieber AIDA, das war immernoch sehr pragmatisch, aber was solls. Wenigstens bekommst du heute Abend einen Google Alert!

In diesem Sinne, stay foolish, stay hungry (oh ja!),

Euer Dennis

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Zweiter Eintrag. Neues Heimnetzwerk.

Jeder kennt das. Man kommt mit seinem Laptop irgendwohin und verbindet sich mit dem WLAN-Netzwerk. Die obligatorische Frage, die in einem Pop-Up auftaucht: Heimnetzwerk, Arbeitsplatz oder Öffentlich.

Heimnetzwerk. Hier.

Das ist es nun. Mein Zimmer in Oldenburg. Klein aber ganz gut, die Vormieterin hat mir auch einigen Kram überlassen, sodass ich im Prinzip nur eine Matratze und ein Regal brauche. Expedit wird es wohl. Immer diese Schwedennamen. Naja, Norden eben.

Nun gilt es, mich die nächsten 10 Tage einzurichten, die Stadt kennenzulernen und erste Seilschaften zu weben. Aber das klappt schon. Am 14. Oktober geht das Studium (Philosophie und Anglistik auf Gymnasiallehramt, im Übrigen) mit der Einführungswoche los und eine Woche später wird es dann Ernst. Ich freue mich.

Der Weg hier her war super, von Frankfurt aus bis Cloppenburg (-ch) staufrei durchgekommen. Und dann wieder flüssig, sodass wir pünktlich um 13 Uhr zur Schlüsselübergabe ankamen.

Jetzt alles ausräumen, einräumen, verstauen, aufbauen und wenn das bis heute Abend durch ist, mache ich drei Kreuze und wenn nicht, mache ich die eben morgen und schon beginnt wieder die Prokrastination.

In diesem Sinne, schiebt aus oder macht gleich und vor allem: schätzt eure DSL-Leitung,

Euer Dennis

Erster Eintrag. Hessenslam und Aufbruch.

Hier bin ich nun. Dennis Krause, 21 Jahre alt, Slampoet. Nicht nur, aber in der Hauptsache.

Aber warum dieser Blog und warum jetzt? – Ich ziehe aus Viernheim (das ist in der näheren Mannheimer Umgebung) ins weit entfernte Oldenburg (in Oldenburg!). Und ich bin schon auf dem Weg. Heute mittag habe ich mich von meinen Eltern und meinen Freunden verabschiedet und tue jetzt noch Dominique Macri den Gefallen, bei ihr in Hanau beim Slam aufzutreten. Es liegt ja auf dem Weg. Morgen geht es dann von Frankfurt aus nach Oldenburg.

Aber der Slam heute wird schön, gemeinsam mit den wundervollen Menschen Eva Stepkes, Julia Balzer, Lena Brandt, Benedict Hegemann und Saba Zere.

Quiche!Das ist die Spinat-Lachs-Quiche der wunderbaren Lea Leimann, die das Hanaucatering gezaubert hat. Großes Kino.

Die letzten beiden Tage vor dem Umzug stand aber erstmal der Hessenslam in Gießen ins Haus.

Während das U20-Feld wenig überraschend und klar von meiner großartigen Teamkollegin bei Tsoik, Jule Weber, dominiert wurde, trafen im Ü20-Wettbewerb die 20 besten Poeten aus Hessen aufeinander.

Für mich begann der Abend denkbar schlecht, als ich ankam und mich Lars Ruppel mit den Worten begrüßte: “Schön, dass du da bist, Du bist Startplatz 1 in deiner Vorrunde, darfst aber gischlern.”. Und ich gischlerte. Gischlern ist eine Methode, um dem auf 1 gelosten Poeten die Möglichkeit zu geben, da noch wegzukommen. Im Zuge dessen werden alle Lose in die Luft geworfen, fängt man sein eigenes, darf man nochmal und tauscht seinen Startplatz mit dem zweiten Namen. Ich erwischte zwei Lose, Lars nahm sie und stellt mich vor die 50:50-Wahl. Ich nahm die rechte Hand. Natürlich nicht mein Namen. Und noch natürlicher wäre in der anderen meiner gewesen.

Ich gewann meine Vorrunde mit dem Text “Unplugged” von Startplatz 1 mit 44 Punkten zuzüglich eines Extrapunktes für die Erwähnung von “Nimmerland”. Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet, erstrecht nicht, weil ich den späteren Hessenmeister in meiner Runde hatte.

Das Finale im ebenso ausverkauften wie imposanten Gießener Stadttheater bestritt ich mit meinem “Banker”-Text mit einem Fragment aus “Grenztänzer”. Ich bekam Einzelwertungen von 9, 9, 8, 8 und 3 Punkten. Letzterer hatte wohl ein ideelles Problem mit dem Inhalt des Textes. Warum, sei mal dahingestellt.

Gewonnen aber hat am Ende völlig verdient Marvin Ruppert aus Marburg, vor der Zweitplatzierten Theresa Hahl und dem Dritten Bleu Broode, die auch beide aus Marburg kommen. Letzterer fährt für Hessen zu den Deutschsprachigen Meisterschaften in Heidelberg und Mannheim Mitte November.

So. Ich muss dann mal auf die Bühne.

Auf dann, bleibt poetisch oder zumindest geneigt,

Euer Dennis

Edit: Hanau haben Julia und Eva geteilt gewonnen. Glückwunsch an die beiden!